In meinem neuen Buch „Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen“ entdecken wir die vielfältigen Beziehungen zwischen Arten und ihre positiven Aspekte für das naturnahe Gärtnern.

 

Das vielfältige Netzwerk der Lebewesen

Auf unserem Planeten herrscht ein buntes, quirliges Treiben unterschiedlicher Lebewesen. Sie machen auch unseren Garten zu einem lebendigen Ort. Die Lebewesen brauchen einander und sind voneinander abhängig. Sie agieren in Kooperationen und Partnerschaften und bilden gemeinsam das große Netzwerk der Natur.

 

Miteinander als erfolgreiches Lebensprinzip

Viele Arten kooperieren auf vielfältige Weise miteinander. Pflanzen und Tiere, Bakterien, Algen und Pilze. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht unter den Arten. Es haben sich unterschiedliche Beziehungskonstellationen zwischen den Spezies entwickelt. Manche sind so sehr aufeinander angewiesen, dass sie in inniger und lebenslanger Partnerschaft – in Symbiose – zusammenleben. Andere Arten pflegen lockere Beziehungen oder fördern unbewusst eine andere Art. Dieses Gemeinschaftsprinzip, das Miteinander, hat der deutsche Naturwissenschaftler, Mediziner, Mykologe und Botaniker Anton de Bary (1831-1888) entdeckt und als „Symbiose“ bezeichnet.

 

Wurzeln & Bodenleben

Die Welt unter der Erdoberfläche ist für uns verborgen. Doch im Erdreich und auch auf dem Komposthaufen im Garten vollzieht sich Erstaunliches: Unzählige Lebewesen, winzigste Mikroben, kleine und weniger kleine Tierchen sind hier ständig am Werkeln. Mit ihrer Arbeit leisten sie ein Wunderwerk. Sie verarbeiten organisches Material, spalten es auf und machen es so als Nährelemente für Pflanzenwurzeln wieder verfügbar.

 

Das Netzwerk in der Gartenerde fördern

Was passiert beim Recyclingprozess im Boden? Und wie können wir das Netzwerk im Boden auch im Garten fördern. Im Buch finden sich Tipps zum biologisch Gärtnern, Kompostieren und Mulchen sowie zur sanften Bodenbearbeitung.

 

Knöllchenbakterien – eine innige Freundschaft

Welche Pflanzen leben mit Knöllchenbakterien in Symbiose und warum? Wie können wir diese geniale Verbindung auch im eigenen Garten nutzen? Darüber ist auch im Buch einiges zu erfahren. Außerdem gibt es eine Pflanzidee zum Milpa -Beet und das Thema Gründünung wird auch gestreift.

 

Pflanze & Pflanze – die phänomenale Mischkultur

Vielfalt ist ein Erfolgsrezept der Natur. In natürlichen Pflanzengesellschaften wachsen sehr oft viele unterschiedliche Pflanzenarten in gemischten Beständen. Sie haben sich miteinander arrangiert und jede Art hat etwas andere Bedürfnisse an Nährstoffen, Licht und Wasser. Und auch das Wurzelwerk und das oberirdische Wachstum sind unterschiedlich ausgeprägt. So sucht sich jede Pflanzenart ihre Nische.

 

Prima und dufte Partner im Gemüsebeet

Auch im Nutzgarten ist die Mischung unterschiedlicher Kulturen von Vorteil. Wer hilft sich? Wer mag sich? Und warum? Zwiebel und Karotte schützen sich gegenseitig mit ihrem Duft vor Zwiebelfliege oder Möhrenfliege. Im Buch lernen wir die Wirkungen ausgewählter Gemüse, Kräuter und Blumen kennen.

 

Mischkulturbeete – so geht’s

Wenn wir im Gemüsegarten diese positiven Wechselwirkungen nützen wollen, sollten wir die passenden Partner zusammenbringen. Damit wir einen Überblick behalten, ist ein Pflanzplan oder Anbauplan auch im Gemüsegarten sinnvoll. Im Buch gibt es Vorschläge für 4 Gemüsebeete mit Mischkulturen aus Gemüsen, Kräutern und Blumen.

 

In guter Gesellschaft

Auch für schwierige Gartenstandorte mit extremen Standortbedingungen gibt es funktionale Kombinationen, die sich wunderbar ergänzen. Das Buch stellt je eine Pflanzung im Schatten unter Bäumen und an einem sonnigen Hang vor.

 

Pflanze & Tier – eine befruchtende Gemeinschaft

Die Beziehung zwischen Blüten und ihren Bestäubertieren ist durch die Koevolution der Lebewesen entstanden. Gegenseitige Anpassung ist hier die Erfolgsstrategie, die zu dieser Symbiose geführt hat. Sie basiert auf dem Nahrungserwerb der Tiere und der gesicherten Fortpflanzung der Pflanzen. Auch im eigenen Garten sind diese Bestäuber von großem Nutzen. Besonders dann, wenn wir Nutzpflanzen ernten wollen. Damit wir ausreichend Bestäuber im Garten haben ist daher für ein durchgängiges Nahrungsangebot durch bunte Blumenbeete wie der Beetidee „Bienentraum“, „Hummelfreu(n)de“ oder „Insektenliebe“ zu sorgen. Und ergänzende Maßnahmen sind ebenfalls wirksam.

 

Helfer gegen Blattlaus, Schnecke und Co.

Zuletzt geht es im Buch um das Fressen und Gefressen-Werden. Denn nicht immer freuen wir uns über alle tierischen Gartenbesucher gleichermaßen. Es gibt die natürlichen Nahrungskreisläufe und Nahrungsnetze, die wir auch im Garten nutzen können. Im Buch gibt es einen Überblick der häufigsten Gartenschädlinge und ihrer Gegenspieler. Hier kommt die Beziehung „Mein Freund ist der Feind meines Feindes“ zum Tragen.

 

Das großartige Netzwerk der Natur im Garten erleben

Wenn in unserem naturnahen und wildtierfreundlichen Garten die Lebenskreisläufe und Nahrungsketten ineinandergreifen und alles optimal funktioniert, dann können wir unseren Garten in vollen Zügen genießen und das großartige Netzwerk der Natur hautnah miterleben.

 

Buchpräsentation in Wien – Save the Date!

Am Dienstag, den 24. März 2026, am frühen Abend, findet im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, meine Buchpräsentation statt. Eintritt frei. Anmeldung erbeten. Weitere Infos folgen hier.

 

 

Links

Hier gibt es einen detaillierten Blick ins Buch.

Link zum Haupt Verlag und dem Buch.