Was auf den ersten Blick wie eine Wespe aussieht, entpuppt sich als harmlose Schwebfliege. Doch die wehrlosen Zweiflügler sind tatsächlich wertvolle Nützlinge im Garten.

 

Artenreiche Gruppe der Zweiflügler

Foto oben: Schwebfliegen sind harmlose und nützliche Besucher.

Allein in Mitteleuropa gibt es etwa 500 unterschiedliche Schwebfliegenarten. Sie sind in allen Lebensräumen anzutreffen. Und auch im Garten kann man sie beobachten. Einige davon kann man auch als Freizeit-Entomologe gut ansprechen.

 

Lebensweise

Foto oben: Diese Larve der Hainschwebfleige saugt gerade ihre Beute aus.

Die erwachsenen Tiere sind zur Nektar- und Pollenaufnahme auf zahlreichen Blüten anzutreffen. Daher sind sie auch wertvolle Bestäuber im Garten. Typisch für die Imago ist die Fähigkeit an einer Stelle schwebend zu verharren. Ihre Larven hingegen leben Großteils räuberisch. Die meisten Schwebfliegenlarven haben es auf lästige Blattläuse abgesehen. Sie sind für uns wichtige Nützlinge im Garten.

Hainschwebfliege

Foto oben: Schwebfliegen brauchchen als Imago Blüten als Nahrungsquelle.

Die Hainschwebfliege mit wissenschaftlichen Namen Episyrphus balteatus ist anpassungsfähig und daher eine der häufigsten Schwebfliegenarten.

 

Gewöhnliche Langbauchschwebfliege

Foto oben: Schwebliegen haben nur zwei Flügel. Sie sind mit den Fliegen nahe verwandt.

Die Gewöhnliche Langbauchschwebfliege oder Sphaerophoria scripta ähnelt der Hainschwebfliege. Ihr Körper ist noch schlanker als jener der Hainschwebfliege.

 

Späte Großstirnschwebfliege

Foto oben: Die Späte Großstirnschwebfliege besucht wie andere Schwebfliegen bevorzugt gelbe Blüten.

Scaeva pyrastri, wie sie wissenschaftlich heißt, ist von ganz anderem Aussehen als viele ihrer verwandten Arten. Die Späte Großstirnschwebfliege hat einen breiten, dunklen Körper mit den hellen Querbinden.

Hornissenschwebfliege

Foto oben: Die Hornissenschwebfliege wirkt bedrohlich, ist aber wie ihre Verwandten völlig harmlos.

Die Hornissenschwebfliege ist eine sehr große Schwebfliege und ähnelt tatsächlich einer Hornisse. Die Larve von Voluzella zonaria, so ihr wissenschaftlicher Name, lebt in Wespen- und Hornissennestern und frisst tote Tier und organische Abfälle.

 

Blütengärten als Lebensraum

Foto obe: In naturnahen und blütenreichen Gärten fühlen sich Schwebfleigen und viele andere Insekten wohl.

Mit blütenreichen Pflanzungen können die nützlichen Tierchen in den Garten gelockt werden. Damit ihre Larven ihre Arbeit als biologische Schädlingsbekämpfer tun können, bewirtschaften wir unseren Garten biologisch und giftfrei.

Foto oben: Manche Schwebfliegenlarven sind gut getarnt. Dies ist die Larve der Blasenköpfigen Schwebfliege.