Am Samstag, den 29. August 2016 fand in der Villa Monrepos der erste Netzwerktag der Hessischen Gartenakademie für die ehrenamtlichen Multiplikatoren wie Fachwarte, Biodiversitätslotsen oder Fachberater und anderen statt. Vorträge, Führungen und noch weitere Themenpunkte standen auf dem Tagesprogramm.
Nach einer kurzen Einführung von Uwe Preiß, dem Leiter der Hessischen Gartenakademie, startete Joachim Raftopoulo mit seinem Vortrag zum Thema Neophyten. Er gab spannende Einsichten in die Welt der Neubürger und den vielen Falschinformationen, die über sie verbreitet werden und wie man sie tatsächlich effektiv in Schach hält, wenn es nötig ist. Dennoch rät er zu mehr Gelassenheit und weniger Aktionismus. Nach einer kurzen Pause durfte ich über Symbiosen im Garten, wie wir sie fördern und nutzen können sowie Mischkulturen sprechen. Nach einer kurzen Pause folgte mein Herzensthema die naturnahe Gestaltung von Gärten und das Laissez-faire-Gärtnern.
In der Mittagspause gab es herrliche Eintöpfe und Kuchen. Am Nachmittag folgte die Vorstellung des Gartenkonzepts bei der Landesgartenschau 2027 in Hessen durch Klaus Diehl. Es gab eine Ehrung einer Kreativaufgabe, die ein Wildbienenquartett war. Zum Abschluss des Tages gab es drei unterschiedliche Themenführungen. Gruppe 1 durfte mit Sebastian Bartsch die Versuchsgewächshäuser des Gartenbauzentrums erkunden. Gruppe 2 wurde von DI Winfried Schmidtner durch die Gehölzsichtung des Gartenbauzentrums geführt. Gruppe 3 geführt von Susanne Klinger und Marc Borsien, erkundete die Obstanlage Monrepos.
Uwe Preis und sein Team haben einen spannenden Tag mit tollen und interessanten Menschen organisiert. Ich bedanke mich für die Einladung und den wunderbaren Tag in der malerischen Weinstadt Geisenheim.
Impressionen aus der Gehölzsichtung
Geisenheim ist ein Sichtungsstandort der ADR, der Allgemeinen Deutschen Rosensichtung. Jedes Jahr werden 50 Rosensorten unterschiedlicher Züchter über drei Jahre an elf Standorten in Deutschland bewertet.
Im milden weinbauklima ist die Passionsblume winterhart. Eine außergewöhnliche Schönheit mit essbaren Früchten.
Die Lagerströmie, auch Kräuselmyrte genannt, gilt im milden Weinbauklima als Zukunftsbaum. Sie ist sehr gut hitzeverträglich und kommt auch mit trockenen Bodenverhältnissen gut zurecht. Die späte und attraktive Blüte des Strauches oder Kleinbaumes macht sie zu einer besonders gartenwürdigen Pflanze.
Mein Tipp:
Geisenheim ist unbedingt eine Reise wert. Es liegt am Rhein. Die kleine mittelalterliche Stadt hat einen Dom und eine über 700 Jahre alte Eiche. Es gibt das Schloss Schönborn, die Villa Monrepos mit Garten, ein Arboretum und noch vieles mehr, dass man auch gut fußläufig erreichen kann. Und nicht zuletzt auch Weingenuss und die Kulinarik hat hier einiges zu bieten.